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VIP VIP Hurra!

Peters Blog vom 15.2.07 -

Berlins Partys werden immer launiger. Zur Berlinale wollte die Toyota-Edelmarke Lexus offenbar "Hecht im Karpfenteich" spielen. Ein Autohaus, dass die teuren CO2-Bläser vertreibt, kam auf eine einfache, aber fast geniale Idee, um die Vorherrschaft des VW Phaeton als "Berlinale-Shuttle-Car" der VIPs zu brechen. Die dynamischen Jungvermarkter des japanischen Edelwagens ließen innerhalb von 48 Stunden eine Party im QIU organisieren, bei der der Fahrservice am Ende des Abends natürlich von Lexus gestellt wurde. Die Gäste waren durch eine bekannte Berliner Agentur per E-Mail äußerst kurzfristig geladen worden und - gekommen. Bei Gratis-Getränken und Fingerfood ließen sie die eigenen Wagen zur Rückfahrt stehen und genossen mit staatsmännischen Mienen den Service der Sponsoren. So standen, mitten in der VW-Werbephalanx am Potsdamer Platz, fünf chice Lexus-Karren vor der Edelbar, inklusive ihrer Chauffeure. Die hatten nur hin und wieder einige Sorgen mit der ausgeklügelten Sicherheitselektronik ihrer 110 000 Euro-Karossen. Da ließen sich Türen nur mit Mühe öffnen und das Ausparken in den abendlichen Verkehr war trotz 8-Gang-Automatik mit Videoscreening der Strassensituation nicht immer leicht.

Was edel ist, wird auch bezahlt. Ein Motto, das für die Siegessäule-Berlinale-Party leider nicht galt. Das VIP-Ticket für diese Veranstaltung versprach den kostenlosen Zugang zum ehemaligen Vorzeige-Kino Kosmos in der Frankfurter Allee. Offenbar führte schon diese Ankündigung zu jenen Menschenschlangen, die vor Öffnung der Glastüren am Ex-Kino-Palast in der Kälte des Abends wartend froren. Nach dem Einlass und der obligatorischen Anbringung von Bändchen an ein Handgelenk wurde der Begrüßungssekt "frei" abgegeben. Alle anderen Getränke allerdings waren an den blitzblank geschrubbten Bars gegen konvertierbare Währung zu erwerben. Wobei manchem der Atem stockte, über die für Berliner Parytverhältnisse hohen Preise. Der Stimmung tat dies zunächst einen gewissen Abbruch. Der verwöhnte Berlin-VIP braucht schon seine Freidrinks, nicht den Frei-Prosecco. Im Laufe des Abends taute das Eis allerdings und irgendwann nach Mitternacht spielte Geld sowieso keine Rolle mehr.

 bis zum nächsten Party-Blog "TEDDY´s FÜR BERLIN" -

1 Kommentar 16.2.07 15:21, kommentieren

TEDDYS FÜR ALLE

Wenn der Teddy ruft, ist die schwule Partygemeinde offenbar auch bereit, die weitesten innerstädtischen Entfernungen und die unattraktivsten Locations aufzusuchen. Vom Platz der Luftbrücke - das ist in Tempelhof - musste der geneigte Freund des schwul-lesbischen Durcheinanders noch einen guten Kilometer marschieren, ehe er zackig am Betonmonument alter Reichsadler-Zeiten, dem Hangar 2 des Zentralflughafens angekommen war. Hier lief auch um halb zwölf, also kurz vor Mitternacht noch die Zeremonie zur Verleihung des putzigen Teddy-Awards und so konnte manch Gast der für halb zwölf annoncierten Party auch noch Helmut Berger erleben. Im Stehen und aus der Ferne- aber immerhin. Helmut Berger, den ewigen Visconti-Jünger, den Mann, der Linda Evans als "Peter de Vilbis" im Denver-Clan den Kopf verdrehen durfte. (Wer erinnert sich?) Helmut Berger, der schöner als Ludwig Zwo je war aussah und noch verdrehter seinen Schwan über den Chiemsee gleiten ließ - dieser Helmut Berger wurde für sein Werk geehrt und brachte, offenbar unter Einwirkung narkotisierender Alkoholika immerhin noch die Botschaft ans Publikum, es solle tolerant sein und Liebe leben. Ja, danke. Nach dem Schlussapplaus ließen die Szene-DJ´s Maringo und Divinity die Hangarhalle beben und am Werbestand des tip ließen sich kleine Preise per Glücksrad erdrehen. Wie süß das alles. Prominenz gab es dazu reichlich. Von Judy Winter bis Klaus Wowereit - alle da. Allerdings zog mancher es wohl doch vor, am gleichen Abend den arte-Themenabend zum Thema "Schwul-lesbischer Film" zu genießen - daheim und auf der Couch. Zumindest war dies der angegebene Grund für das Fehlen der "besseren Hälfte" des "Regierenden" an diesem Teddy-Abend. Gut so, denn die Party zog sich und die ersten Gäste verließen bereits gegen 1 Uhr das Areal. Irgendwo in Berlin muss dann noch richtig was abgegangen sein. Im Hangar 2 von Tempelhof, zwischen Rosinenbombernachbildungen und 1000-jährigem Beton jedenfalls nicht so wirklich. Oder lag´s an mir?

und demnächst: ein Tanzfest, dass eine Live-Übertragung verdient hätte.

ich

1 Kommentar 19.2.07 00:35, kommentieren

Who is Desiree Nick?

Tanzolymp hätte TV-Übertragung verdient

Es gibt Menschen, die machen aus jeder Situation eine Schlagzeile. Desiree Nick, die Allround-Entertainerin mit "Hängetitten de luxe" zum Beispiel. In der "BZ", dem Fachblatt für Anständigkeit in Berlin ließ sie wissen, man habe sie ausgeladen, weil sie den Kids beim Tanzolymp die "Show stehlen" wollte. Das wies die Nick natürlich zurück. Und sich selbst gleich dazu. Denn eigentlich sollte die "Eva-Go Home"-Matadorin die Gala zum 4. Tanzolymp moderieren. Wäre auch schön gewesen, denn die Veranstaltung bot Kinder und Jugendliche aus mehr als 20 Ländern dieser Erde auf, die der fachkundigen Jury und dem Publikum aus Eltern und Trainern Tanz boten, wie er fröhlicher, bunter und abwechslungsreicher kaum sein konnte. Eine Nummernshow mit Tänzern der klassischen Richtung ebenso, wie einem japanischen Tanzteam namens TAKANE, das ganz modern und im Stil von Mangas mit Drehstühlen tanzte und das Publikum hinriss. Da wäre nicht nur etwas Prominenz gut und richtig gewesen, sondern auch das für Berlin zuständige Fernsehen. Warum man sich beim RBB diese Chance entgehen ließ, erschließt sich mir leider gar nicht. Soviel Talent, soviel Musik, so viel Farbenpracht - soviel Freude an der Bewegung - das wäre Live-würdig gewesen. Ach ja, mit dem Drama um Frau Nick wurden offenbar auch andere Stadt- und Landpromis abgeschreckt, der Gala am vergangenen Sonntag (18.2.) beizuwohnen. So erschien auch Eisoma Katarina Witt nicht, trotz angeholter Karten. Auch andere Promis aus TV und Klatsch, die sonst gern jede drittklassige Party zieren, ließen sich nicht blicken. So blieb es ein sehr interner Genuss - unverdient. Schade, Schade, Schade.

NACHTRAG: "Eisoma" ( okay, der Begriff ist strittig ) Katarina Witt wurde auf der Veranstaltung doch gesehen. In Reihe 8. Von Julia. Vielen Dank für den Hinweis. Ich nehme Geschriebenes zurück.

Auf ein Wiederbloggen...

Und demnächst: Berliner Einkaufsgeschichten

3 Kommentare 20.2.07 09:52, kommentieren

BERLIN HAT "SHARON" - Danke.

"Sharon" bekam ausgiebige Feier/Nur Promis fehlten

Während sich die Kino-Aktrice Sharon Stone in Hollywood über die Verleihung der "Goldenen Himbeere" als schlechtester Schauspielerin freuen durfte, konnten die Macher der "SharonStonewallBar" im Berliner In-Viertel um die Oranienburger Strasse die Korken knallen lassen. Drei Jahre gibt es diese kleine, aber feine Adresse für den vollmundigen Alkohol-Genuss nun und das war Anlass für ausgiebiges Prosecco-Schlürfen, Tratschen und Tanzen. Die kleine Bar, die schwul-lesbisches Publikum und "straight People" aufs Schönste zu vereinen weiss, hatte dabei mit nichts gespart. Rosenbuketts auf allen Tischen, eine aufwändige Deko-Girlande und ... teure Gäste. Die zählten sich zwar  nicht zu den Titelseiten-Bekanntheiten dieser Stadt, aber das tat auch mal richtig gut. Dem "Sharon", viel Glück für die nächsten Jahre.

1 Kommentar 25.2.07 14:46, kommentieren