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OLE OLÈ - Lehmann in Bestform

Ole Lehmann mit Soloabend im Quatsch-Comedy-Club

Er redet über Schilddrüsenerkrankungen (uuh) und dazugehörige Begegnungen mit Krankenschwestern (aah) und nicht-schwulen Pflegern (oooh). Er singt über die körperliche Liebe zu sich selbst und erinnert auch an einen Freund, der ihn nicht lieben konnte. Ole Lehmann steht fast solo auf der Bühne des Quatsch-Comedy-Clubs im Souterrain des Friedrichstadtpalastes und zelebriert Comedy mit Sinn und Hintersinn. Am Piano lächelt ihn ein leicht devoter Rainer Bielfeldt an. Er hat schon Georgette Dee zum Ruhm begleitet und Tim Fischer. Ein Kleinkünstler, der selbst 2 Stunden Unterhaltung bieten könnte. Für Ole Lehmann ist Bielfeldt aber mehr als Begleiter - er ist Stütze an diesem Abend und auch Wegweiser, wenn dem gebürtigen Norderstedter mal der Text weg bleibt. Einmal sogar ist der Tastenmann "Angriffsfläche". Im Stile jener Comedy-Pärchen, die von der gegenseitigen Wort-Attacke leben versucht es auch "der Ole". Nun ja.

 Ole Lehmann hat sich seine Fans hart erarbeitet. Er ackerte sich durch die Musical-Eismeere dieser Welt, vorwiegend auf Hamburger Bühnen und sah seinen Sinn für Ironie und manch derben Witz dort wohl nicht hinreichend gewürdigt. So fand er sich als Kaskadeur des Humors auf kleinen Bühnen wieder und alsbald eben im QCC. Moderierend zumeist, plappernd und singend immer - laut, nie verlegen und immer gnadenlos schwul. Sein Programm "So What? Reloaded" ist eine Tour de Force durch all diese Befindlichkeiten und strotzt geradezu vor liebevoller Ableistung schwuler Klischees und gezielter Provokationen des guten Geschmacks. So ist sein Liebeslied auf die Masturbation nur im nebulösen Zustand dreier genossener QCC-Margeritas wirklich witzig. Aber das ist Ole. Er erkennt die Grenzen und tapst mit Lust darüber. Um sich seiner sicher zu sein und offenbar auch, um sein Standing als Künstler zu demonstrieren, zögert der Entertainer ebenso wenig, mitten im Programm die komödiantische Reissleine zu ziehen und ein Lied auf einen verstorbenen Freund zu singen. "HIV ist noch unter uns.", sagt er dazu und läßt eine Betroffenheit fühlen, die mehr sein will, als große Geste. Da will einer Künstler sein und so verstanden wissen. Das ist der eigentliche Kampf in den zwei Stunden auf der Bühne. Der Ole will nicht nur "der Ole" sein. Er will etwas aussagen und wagen - und singen. Das Publikum jubelt ihm zu, spätestens ganz zum Schluss, wenn aus Lehmann Robbie Williams wird und er live "Let Me Entertain You" auf Halbplayback schmettert. Dann weiss der fast-zwei-Meter-Mann, dass er sein Publikum endgültig gewonnen hat. Bis zum nächsten Auftritt, bei dem der Kampf wieder von vorn beginnen wird. Da geht es dem echten Robbie Williams aber auch nicht anders. 

Programm läuft noch - mehr Infos unter: www.prosieben.de/show_comedy/qcc/

1 Kommentar 9.3.07 15:04, kommentieren

EIN HAUCH VON IBIZA

Das Bangaluu gibt sich weltstädtisch und "very white" - gut so.

Warum Diskotheken und Clubs in Berlin meist dunkle Orte sein müssen, in gedeckten, um nicht zu sagen, erschütternd depressiven Schwarz- oder Brauntönen, habe ich trotz langjähriger Anwesenheit in den einschlägigen zumeist schwul-lesbischen Tanzpalästen der Hauptstadt nicht heraus gefunden. Offenbar soll jedes Fünkchen Licht aus Laserlightern oder leicht angestaubten, aber bunten Diskoorgeln als Wohltat empfunden werden, wenn es rundherum düster ist - aber sonst? Das Bangaluu in der Invalidenstrasse hat einen anderen Weg gewählt, sein Publikum in Farbstimmung zu versetzen, nämlich einen moderneren. Der Club des Bangaluu ist schneeweiss. Die Tanzfläche mit ihren bühnenähnlichen Anbauten ebenso, wie die hoffentlich feuerfesten Vorhänge an den Seiten und das Dachgestänge, an dem Dutzende glitzernder Diskokugeln einen Hauch von 70er-Jahre-Saturday-Night-Fever-Nostalgie verbreiten. Weiss sind auch die Wände der Treppenaufgänge in die nächsten Etagen, weiss ist das "Private" - ein kuschliges Restaurant mit Kerzen (in Weiss natürlich) und zu guter Letzt auch die Sofalandschaft zum Dinnern, Rumlümmeln und Quatschen. Der Teppichboden, der hier einmal glänzte, ist bereits durch glatte Spanplatten ersetzt worden - weiss geht wohl doch nicht immer. Im weissen Bangaluu feiert Berlin in allen Farben. Sonntags ab dem frühen Abend sind es vorwiegend schwule Männer, die bei "La Loca", dem Gay-T-Dance zeigen, was sie nur ungern verstecken würden. Ärmellos und und gern auch topless tanzt eine Menge Partyversessener zu House und Deep House-Klängen, läßt sich von ausgesucht scharfen Gogo-Tänzern "animieren" und flirtet, was das Zeug hergibt. "La Loca" ist Hitze, "La Loca" ist Sommer kurz vor dem Frühling, "La Loca" ist weiss - ein Hauch von Ibiza. Die Macher haben genau hingesehen, was das Publikum erwartet und was es schon kennt. Längst ist der Laden eine echte Alternative im Partyleben der Stadt geworden. Zur Ibiza-Qualität fehlen aber nicht nur die Sonne der Balearen und -zumindest im März - laue Nächte. Auch die DJs auf den zwei Floors brauchen noch ihre Zeit, bis zum echten Islas-Baleares-Feeling. Sie haben noch keinen wirklich eigenen Stil in ihren Mixen, wodurch die Stimmung im "Crowd" (Publikum) oft schwankt. Auch das immer gleiche grüne Laserlicht auf dem Main-Floor macht irgendwann müde. Dafür gibt es aber gute Möglichkeiten, sich im "Private" bei guter Küche zu entspannen. Der Service ist exzellent und macht vergessen, dass während des Drei-Gänge-Menüs nur eine Etage tiefer die Bässe brummen. An Sonntag-Abenden ist das Restaurant, mit den etwas eigenartigen Tischdecken (aus weissem Papier mit Aufdruck) nichts für nervöse Seelen, die sich nach Stille sehnen. Das Bangaluu geht weisse Wege - das tut gut und hat jede Unterstützung verdient. Berlin braucht mehr Farbe und Weiss soll ja die Summe aller Farben sein.

1 Kommentar 19.3.07 00:54, kommentieren

WELL..., THAT´S USEDOM - Mein Wellness-Tagebuch

TAG 1

Einmal im Jahr durchdringt mich der Gedanke, es dem großen Thomas Mann gleich zu tun und mich für einige Tage in Ferien zu begeben, die ich als kurze Kur zu bezeichnen die Stirn habe. Nun reiste der Altmeister des Schachtelsatzes mit Vorliebe gen Italien und nicht wie ich allein. Doch war sein Bestreben weder wunderlich, noch unverschämt zu nennen, denn er beobachtete einfach gern und nahm die regionalen Eigenheiten der satten und überheblichen Einheimischen, wie der ausgiebig peinlichen Touristen mit spitzer Ironie und manch bösartiger Verurteilung auf. (Ähnliches habe ich auch vor!) Bei Mann entstanden so die schönsten, aber auch traurigsten Erzählungen um "Mario und der Zauberer" oder "Tod in Venedig". Nun habe ich nur ein Bild des großen Vorbildes in mir, wie er in perfekter Strandkleidung und mit nackter Wade in einem Strandkorb sitzt und verschämt nach den jungen Männern schmult. Oder war es Armin Müller-Stahl?

Mein Ziel ist eigentlich nicht so weit entfernt, wie die italienische Adria und doch liegt Usedom, die Sonneninsel des deutschen Kaisers, die "Badewanne der Balina" fast dreieinhalb Stunden entfernt vom neuen, wenn auch nicht ganz ungefährlichen Berliner Hauptbahnhof. Dreieinhalb Stunden mit einem Intercity der Deutschen Bahn, der diesen Namen nicht verdiente und dessen Heizung offenbar aus frisch erwachtem Bewusstsein für das CO2-Sparen eiskalt blieb. In Züssow, einem Ort, der keine weitere Erwähnung erhalten muss, war ein Umstieg von Nöten, um dann irgendwann nach besagter Bummelzug-Wartezeit endlich in Seebad Heringsdorf anzukommen. Wäre ich eine halbe Stunde nach Tegel gefahren, hätte eine Stunde auf das Einsteigen gewartet und zwei weitere Stunden des Fluges gerechnet - ich wäre wohl an "Mannschen" Stränden gelandet. So aber trug mich der kühle Märzwind in ein Hotel, dessen Zweck und Sinn die Erholung nach neuester und modischster Ausrichtung ist. Das Standhotel Ostseeblick hat sich dem Wohlfühlen verschrieben, sprich neudeutsch: Wellness. Es besitzt vier Sterne und von seinem Plateau aus einen herrlichen Blick auf die Ostsee. Beinahe gratis ist die Sicht auf die leider viel zu große Seebrücke des Ortes mit ihren unförmig eckigen Aufbauten. Ich gestehe in aller Bescheidenheit, ein Kind des Strandes und der Ostsee zu sein. Ich kenne Usedom, wie die gesamte Küste Mecklenburg-Vorpommerns daher recht gut. So kann ich vom Meer nur schwärmen, von der Luft, dem unendlichen Rauschen der Wellen, das an einem Abend mit Nordost-Wind spürbar an Lautstärke gewinnt und von den Möwen, die ihre Bahnen ziehen, in der kreischenden Hoffnung auf einige Brotkrumen von übereifrigen Touristen. Mit entspannter Konzentration widme ich mich also dem Hotel, das nicht nur besagten Blick, sondern auch eine exzellente Küche bieten soll. Ich habe ein "Arrangement" gewählt - drei Tage mit Halbpension und einer Massage. Dazu natürlich Zugang zu Saunen, Thermen usw. Eben alles, was der schwule Großstadtmann so braucht, um sich die Denkfalten aus dem Gesicht bügeln zu lassen. Was ich erlebe, steht hier... was Ihr davon haltet, hoffentlich bald im Gästebuch.

Es folgt:

Tag 2: Kalorienbombardement im "Rialto". Doch Italien aus Usedom... und "Mach Dich nackig..." - aber bitte mit Einwegslip!

 

 

1 Kommentar 20.3.07 23:12, kommentieren

Well..., that´s Usedom - TAG 2

 

Die Ostsee tobt, der Sturm braust, der Regen peitscht waagerecht durch die eiskalte Luft. Usedom liegt im Grau des Frühlingsanfangs 2007. Ich liege auf einer Terrasse meines Hotels (Strandhotel "Ostseeblick" Heringsdorf), hinter raumhohen Fensterscheiben, bin eingewickelt in Frotteetücher und Polyesterdecken und ruhe nach einer ausgiebigen "Energie-Öl-Massage". Die Öle entstammten Rosmarin und Pfefferminz-Extrakten und dufteten intensiv. Das eigentliche Ritual fand allerdings statt, bevor mich die zarten Masseurinnen-Hände unter ihre Fittiche nahmen. Ich hatte einen Einwegslip anzuziehen. Einwegslips verwenden vor allem Krankenschwestern gern, um ihren OP-Opfern die letzte Würde vor dem Eingriff (an welcher Körperstelle auch immer) zu nehmen. Einwegslips sind aus hauchfeinem Irgendwas und bläulich in der Farbe. Sie halten nichts, sie helfen nicht - sie sehen nur furchtbar aus. Sicher, Hygiene tut zu allen Zeiten Not, aber wie verträgt sich der Einwegslip mit der Menschenrechtskonvention der UNO ?

Schlimmer als der Fetzen für Untenrum aber ist die immer gleiche Sphärenmusik in Massageräumen. Mir fällt auf, dass hier sämtliche Institute der Welt, ob schwul, hetero oder was auch immer, die gleichen CD´s zu verwenden scheinen. Massagemusik klingt immer, als hätte Sigmund Jähn in den späten Achtzigern eine Bontempi-Orgel mit auf seinen Raumflug genommen und in den Arbeitspausen zwischen seinen Experimenten mit der Multispektralkamera des VEB "Carl-Zeiss-Jena" mal eben ein paar sphärische Klänge in erdnaher Umlaufbahn zusammen geklöppelt. Sollte es für diese dudelnden, plätschernden und bimmelnden Machwerke einen Komponisten geben - also jemanden, der damit echtes Geld verdient - ich schwöre hiermit: ich werde ihn finden.

Apropos Achtziger: wer sagt denn, dass Italien nicht auf Usedom liegen kann. An der eckigen und stählernen Heringsdorfer Seebrücke, die unsere Nachfahren sicher nicht zum Weltkulturerbe erheben werden, hat das "Rialto" jeden Tag geöffnet. Das ist auch nötig, denn ab 14.30 Uhr fallen sämtliche Urlauber des Ortes in das "Rialto", ein "Original Italienisches Eiscafé" ein und besetzen die viel zu eng stehenden Tische mit den -Achtung!- GOLDFARBENEN Stühlen, um riesige Eisbecher zu verdrücken oder Tortenstücke einzunehmen, deren Größe eine Geburstagsgesellschaft satt machen würde. Dazu rennen Kellner durchs Lokal, die unter den strengen Augen des "Scheffe" genau wissen, wann ein Tisch interessant ist (weil konsumierend) und wann nicht (z.B. weil dort nur gequatscht wird). Es ist schön zu sehen, wie sich hier die Kulturen treffen. Pünktlich um 15.30 Uhr ist der Laden übrigens wieder leer. Wir sind ja nicht in Italien.

Und morgen: Meeres-Algen-Bad und schweigende Tischnachbarn.

 

1 Kommentar 21.3.07 22:26, kommentieren

Well..., that´s Usedom TAG 3

 

Übrigens: die Sphärenmusik hat natürlich eine(n) Urheber(in), der/die damit Geld verdient. Das Ganze wird in Kanada produziert und hier als "Spa"-CD´s vertrieben. Hennie Brekker (nicht Breker) ist als Komponist/in (?) angegeben. Ich muss wohl in Kanada weiter suchen.

Die Ostsee braust noch immer, der Sturm ist nicht weniger geworden und ich bin erkältet. Einziges Highlight: ein Bad in Meersalz und Meeralgen. Das Wasser wunderbar warm, der Duft kräftig nach Tang und See und ich herrlich entspannt. Wenn da nicht Hennie´s Ausgeburten an Ding-Dong-Fühl-Dich-wohl-Klängen gewesen wären, deren Bässe übrigens kleine Farbleuchten in der Algenwanne zum Blinken bringen. Eine Mini-Disko in der Badewanne - sehr wunderlich, aber offenbar für Wellness-Freunde eine echte Offenbarung. Jedenfalls erklärte man mir dies sach- und fachkundig. Da gibt es im Haus mit den vier Sternen nichts zu meckern.

Das Meckern übten eher ältere Restaurantgäste, die zunächst einen Wein bestellten, der aus dem Jahr 2002 sein sollte. War er aber nicht. Das Getränk (Weisswein aus der Pfalzregion) war von 2004. Sie probierten, entdeckten den Fehler und fanden den Wein "nicht genießbar". Der Wein sei zu lieblich. Als ihnen der Ober eine Flasche trockenen Weines kredenzte, fiel das Urteil auch nicht milder aus. Offenbar sollte dem netten Paar der gute Tropfen geschenkt werden - das hätte sicher für entspannte Mienen und volle Gläser gesorgt.

Besser so, als beim Paar -Mittvierziger- am Nebentisch. Das Fünf-Gänge-Wellness-Menue dauert jeden Abend etwa 90 Minuten. In diesen anderthalb Stunden sprachen die beiden Urlauber (jedenfalls gestern) kein Wort ausser. "Wein? Gern." "Weiss und Trocken? Ja." Er der Typ Beamter auf Urlaub mit skeptischer Brille und sie die Hausfrau, die offenbar ihren verpaßten Chancen nachtrauert. Wird heute mehr geredet?

Ich muss los. 

1 Kommentar 22.3.07 20:33, kommentieren

Well..., that´s Usedom TAG 4 und Schluss

 

Endlich etwas Sonne und schon sieht die Ostsee nicht mehr ganz so bedrohlich aus. Dafür die Tiegel und Tuben, mit denen mir die "THALGO"-Kosmetikexpertin in einem kleinen Separeé im Wellness-Bereich des Strandhotels "Ostseeblick" Heringsdorf kommt. Zunächst wird gepeelt (mit Algenkonzentraten aus dem Meer), dann gereinigt (mit Algenkonzentraten aus dem Meer), dann gesprüht (mit einem Wasser mit Algenkonzentrat) und dann maskiert und gecremt ( mit.... genau). Eine Stunde im Dienste der Schönheit extra für Männer. Danach ist meine Haut vollgepumpt mit Feuchtigkeit (und Algen) und duftet auch so. Ein wunderbares Gefühl, das so schnell nicht vergeht. Unbedingt ausprobieren! Ach ja, die Algen kommen natürlich nicht aus der Ostsee, sondern von Algenfarmen (das Zeug wird gezüchtet) in Frankreich. Da ist einem Metroman wie mir nichts zu teuer....

Fazit: 4 Tage mit teilweise stürmischem Wetter und in einem insgesamt guten Hotel. Leider ist das Strandhotel "Ostseeblick" in Heringsdorf hie und da etwas unflexibel. So wenn es um das abendliche 5-Gänge-Menu geht. Pünktliches Erscheinen um 18.00 oder um 20.15 Uhr (je nach Durchgang) ist schon im Interesse aller gleichzeitig Speisenden ratsam. Denn: die Gänge kommen gleichzeitig. Was im ungünstigen Fall für den pünktlichen Gast WARTEN bedeuten kann.     Hier gibt es Abzug.

Punkt Nummer Zwei: der Gast kann sich rundum verwöhnen lassen. Ob er die SPA-Musik (Dudelmusik mit Wasserplätschern und Möwengeschrei) nun mag oder einfach blöd findet wie ich. Man sollte sich aber auch auf leise Lüfte einstellen, die einen jäh annagen können. Soll heissen: es "zieht" hie und da. So im Restaurant am Fenster, in einem der Ruheräume mit Terrasse und in manchem Flur zu den Zimmern. An stürmischen Tagen ist der Luftzug deutlich spürbar und in "barfußem" Bademantel-Zustand nicht gerade wohlfühlfördernd.   Nochmal Abzug.

Service und Bedienung:  *****

Ausstattung SPA (Saunen, Anwendungen): *****

Gastlichkeit des Hauses: ****

Gastronomie: ****

Mein Preis für 4 Tage und Nächte mit 3 Abendmenues und einer kostenlosen 30-Minuten-Massage: *** EUR.

Wollen Sie´s wissen? Dann geben Sie mir eine kurze Mail. Danke

 

1 Kommentar 24.3.07 18:05, kommentieren

WARNUNG ! Überall Gänsehäute.

 

Achtung! Dies ist eine Warnung von einem, der es gut mit Ihnen meint... lesen Sie jetzt genau hin !!

Schalten Sie nicht das Radio ein, Sie könnten sonst in peinlichster Regelmäßigkeit von einem "Gänsehaut-Feeling" übermannt oder überfraut werden wollen. Radiohören "zaubert" nämlich neuerdings im Minuten-Takt "Gänsehaut-Feeling" und ist damit so "emotional" und wähnt sich offenbar near by the costumer". Das Wort "Gänsehaut-Feeling" könnte Ihnen in Werbespots begegnen, zum Beispiel wenn Klassik-Radio seine "Mega-CD-Packages" mit den "Best-Of-Movieclassics-Soundtracks" promotet. Musik mit Gänsehautgefühl... Oder wenn Sie den Berliner Rundfunk 91,4 einschalten. Dort kann es passieren, dass im Zuge einer "Zeitzeugen"-Serie irgendein Ihnen komplett unbekannter Hörer (angefeuert von einer Star-Moderatorin) von seiner Begegnung mit John F. Kennedy 1963 vor dem Westberliner Rathaus Schöneberg erzählt. Höhepunkt ist natürlich, dass ihm der "JFK"-Satz "Isch binn ein Börlinär" sehr nah gegangen sei. Yesss... Um nachzulegen, kommt die Moderatorin wie von selbst darauf auch nachzufragen: "Das war doch sicher ein echtes Kribbeln, ein Gänsehaut-Feeling?" Ja, das war es ganz sicher. Für den genervten Hörer ist aus dem Gänsehaut-Feeling spätestens jetzt ein "Stalker"-Feeling geworden. Ein Gefühl der Belästigung durch diese absolut ausgekostete Oberflächlichkeit, ganiert mit falschen Emotionen.

1 Kommentar 27.3.07 22:34, kommentieren